Edelmetalle gibt es in unterschiedlichen Farben, von klassischem Gelbgold über elegantes Weißgold und romantisches Roségold bis hin zu selteneren Tönen wie Apricotgold sowie den Premiummetallen Palladium und Platin.
Die Farbe entsteht durch die Legierung. Reines Gold mit einem Feingehalt von 999 ist immer gelb. Andere Metalle wie Silber, Kupfer oder Palladium werden hinzugefügt und verändern Farbe, Härte und Eigenschaften. Bei der Wahl für ein Schmuckstück zählen deshalb nicht nur die Optik, sondern auch der Hautton, die Verträglichkeit und die langfristige Pflege.
Wie entstehen die verschiedenen Goldfarben?
Reines Gold besitzt immer dieselbe charakteristische warme gelbe Farbe. Für Schmuck ist es allerdings zu weich und lässt sich leicht verformen. Deshalb wird Gold mit anderen Metallen zu einer Goldlegierung verbunden.
Diese Metalle machen das Gold härter und damit alltagstauglich. Gleichzeitig verändern sie seine Farbe. Je nach Wahl und Anteil entstehen die verschiedenen Goldtöne, die wir aus dem Schmuckbereich kennen.
Gelbgold: der zeitlose Klassiker
Gelbgold ist die ursprünglichste und bekannteste Form des Goldschmucks. Es zeigt am deutlichsten die natürliche Farbe des Feingoldes und gehört seit Jahrtausenden zu den beliebtesten Metallen für Trauringe, Verlobungsringe und Schmuckstücke aller Art.
Zusammensetzung und Eigenschaften
- Warmer, sonniger und klassischer Farbcharakter
- Mittlere Härte und gut für den Alltag geeignet
- Sehr gute Hautverträglichkeit
- Pflegeleicht und mit einer natürlichen Patina über die Jahre
Gelbgold harmoniert besonders schön mit warmen, goldenen, oliven oder bronzenen Hauttönen. Auch bei dunklerer Haut entfaltet es eine wundervolle Wirkung.
Weißgold: kühle Eleganz mit Geschichte
Weißgold entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als Alternative zu Platin. Heute ist es eine eigenständige, elegante Materialwahl und besonders beliebt für moderne Verlobungsringe und Trauringe.
In meiner Werkstatt arbeite ich ausschließlich mit nickelfreiem Palladiumweißgold. Da Weißgold von Natur aus einen leichten Gelbstich besitzt, wird es für eine strahlend weiße Oberfläche häufig rhodiniert. Diese feine Schicht kann nach einigen Jahren erneuert werden.
- Kühler, moderner und edler Farbcharakter
- Härter als Gelbgold und sehr alltagstauglich
- Mit Palladium ausgezeichnet verträglich
- Eine regelmäßige Auffrischung der Rhodinierung ist möglich
Roségold: warm und romantisch
Roségold erhält seine warme Farbe durch einen höheren Kupferanteil. Je mehr Kupfer enthalten ist, desto kräftiger wird der rötliche Ton. Roségold bleibt dabei dezenter und weicher als klassisches Rotgold.
- Warmer, romantischer und weicher Farbcharakter
- Durch den Kupferanteil etwas härter als Gelbgold
- Pflegeleicht und vielseitig kombinierbar
Roségold steht vielen Hauttypen. Besonders schön wirkt es bei warmen und neutralen Untertönen und setzt zugleich einen sanften Kontrast zu kühler Haut.
Apricotgold: die zarte Sonderform
Apricotgold ist eine besonders fein abgestimmte Goldlegierung. Durch das ausgewogene Verhältnis von Kupfer und Silber entsteht ein warmer, pudriger Ton zwischen Roségold und einem leichten Champagnerton.
- Zarter, pudriger und besonders individueller Farbcharakter
- Vergleichbar mit Roségold in Härte und Verträglichkeit
- Deutlich seltener als andere Goldfarben
Apricotgold ist eine schöne Wahl für Menschen, die etwas Besonderes suchen und eine zeitlose, feminine Gestaltung lieben.
Palladium: das leichte Premiummetall
Palladium gehört zur Platingruppe und besitzt ausgezeichnete Eigenschaften für hochwertigen Schmuck. Es ist von Natur aus silbrig weiß und benötigt keine Rhodinierung.
- Silbrig weiß und dauerhaft farbbeständig
- Deutlich leichter als Platin und Gold
- Hart, widerstandsfähig und angenehm zu tragen
- Sehr gut für Allergiker geeignet
Platin: die königliche Wahl
Platin gilt als eines der edelsten Schmuckmetalle. Seine Seltenheit, Reinheit und Beständigkeit machen es zu einer besonderen Wahl für Trauringe und Verlobungsringe.
- Natürlich silbrig weiß und ohne Rhodinierung
- Sehr hoher Reinheitsgehalt
- Spürbar schwer und besonders wertig
- Hypoallergen und für sensible Haut geeignet
- Außergewöhnlich widerstandsfähig
Bei Kratzspuren wird das Material bei Platin nicht einfach abgetragen, sondern überwiegend verschoben. Dadurch behält ein Platinring über viele Jahre nahezu sein gesamtes Material.
Welches Metall passt zu mir?
Die Wahl des Edelmetalls ist persönlich. Warme Hauttöne harmonieren häufig mit Gelbgold, Roségold und Apricotgold. Kühle Hauttöne werden durch Weißgold, Palladium und Platin schön unterstrichen. Wer viel mit den Händen arbeitet, kann besonders von den widerstandsfähigen Eigenschaften von Palladium oder Platin profitieren.
Mein Rat aus der Werkstatt
Die Wahl des Edelmetalls ist eine Entscheidung, die ein Leben lang Bestand haben kann. Deshalb empfehle ich, verschiedene Farben direkt auf der Haut anzusehen. Oft entdeckt man dabei einen Ton, den man ursprünglich gar nicht im Sinn hatte.
In einem persönlichen Gespräch finden wir gemeinsam das Material, das zu Ihrem Trauring, Verlobungsring oder Schmuckstück passt.